Die all­täg­li­chen Sor­gen eines Bonn/Köln-Pendlers dürf­ten wohl bei vie­len Men­schen ähnlich sein. Ges­tern war die Bahn nicht in der Lage, einen Zug mit zwei Wagons (Rheinland-Bahn RB26 um 8:31) ein­zu­set­zen, da DER »zweite Wagon wegen Van­da­lis­mus am Wochen­ende im Depot blei­ben musste.« Ist die Bahn nicht in der Lage, ihre Züge zu schüt­zen und haben die für sol­che Fälle kei­nen bes­se­ren Plan B als einen klei­ne­ren Zug zu schicken?

Heute fuhr die Rhein-Wupper-Bahn statt um 8:51 dann mit »etwa 15 Minu­ten Ver­spä­tung«. In Bonn-Mehlem musste wohl eine defekte Lok aus­ge­tauscht wer­den. Gott­sei­dank gab es noch den Rhein-Express, der sogar pünkt­lich war. Aller­dings musste ich dann in Köln Süd (statt Köln West) aus­stei­gen um zum Frie­sen­platz zu kom­men — geht alles aber ist alles andere als komfortabel.

Lei­der ist das kein Ein­zel­fall. Es ver­geht keine Woche in dem nicht min­des­tens eine Köln/Bonner Ver­bin­dung zu spät, über­füllt oder sonst irgend­wie falsch geplant ist. Naja, die Bahn soll halt bör­sen­fä­hig sein, — dafür braucht’s halt nen schi­cken Haupt­bahn­hof in der Hauptstadt.

Vor ein paar Jah­ren (2002) habe ich nach mei­ner Interrail-Tour noch die Deut­sche Bahn ver­tei­digt. Ver­gli­chen mit der spa­ni­schen RENFE, die ent­we­der 5 Minu­ten zu früh oder min­des­tens 20 Minu­ten zu spät fuhr, oder der por­tu­gie­si­schen CP, die immer zu spät kam, war die Deut­sche Bahn echt gut. War! Sie haben sich ange­gli­chen. Die Bahn ist euro­päi­scher gewor­den. Und ich glaube nicht, dass die Süd­eu­ro­päer bes­ser gewor­den sind…