So jeden­falls würde ich das Trau­er­spiel, das diese ehe­ma­lige Volks­par­tei der­zeit auf­führt inter­pre­tie­ren. Phil­ipp Matt­heis sieht das nicht anders auf jetzt​.de:

Wer links und öko ist, wählt grün.
Wer noch lin­ker ist, wählt die Linke.
Wer ein biss­chen kon­ser­va­tiv und etwas wirt­schafts­las­tig ist, wählt die CDU.
Wer noch wirt­schafts­las­ti­ger ist, die FDP.
Aber wer wählt warum die SPD?

An die­ser Auf­stel­lung fehlt mir aber der libe­rale Punkt, den in Deutsch­land gelb und grün dar­stel­len. Wel­che der bei­den Par­teien ich eher wäh­len würde ist aber echt schwie­rig. Obwohl ich wahr­schein­lich immer noch eher zu gelb ten­die­ren würde.

Ich wüsste auch der­zeit kei­nen Grund die SPD zu wäh­len. Im Bund lässt sie sich von der CDU trei­ben. Oder läuft den Lin­ken hin­ter­her. Aber eigene The­men setzt dort nie­mand. Schade eigentlich.

Das größte Pro­blem ist mei­ner Ansicht nach aber diese der­zeit klare Vor­machts­stel­lung der Union auf Bun­des­ebene. Und da der Law&Order Poli­ti­ker. Eine CDU/CSU, die laut ZDF Polit­ba­ro­me­ter mit 40% den unan­ge­foch­te­nen ers­ten Platz belegt, macht mir Angst. Die bräuch­ten ein star­kes Gegen­wicht. Die SPD kann das aber nicht bie­ten. Nicht mit ihrem der­zeit chao­ti­schen Auf­tre­ten und erst recht nicht mit nur 29% Zustimmung.

Viel­leicht doch wie­der APO? Vier­zig Jahre danach. Oder eine Spal­tung der Union, aber da glaub ich nicht dran.