Die drei Bon­ner Unter­neh­men Post, Tele­kom und Post­bank haben ja schon vor etwas län­ge­rer Zeit ange­kün­digt, dass sie die Stadt Bonn bei der Errich­tung eines neuen Beethoven-Festspielhauses unter­stüt­zen wol­len. Nun pro­tes­tiert ver.di gegen die­ses Engagement:

Gleich­zei­tig griff sie, in Gestalt ihres Vor­stands­mit­glieds Lothar Schrö­der, das Enga­ge­ment der Tele­kom für das »Fest­spiel­haus Beet­ho­ven« an, das in den kom­men­den Jah­ren, finan­ziert von der Deut­schen Post, der Post­bank und der Deut­schen Tele­kom, in Bonn, ver­mut­lich neben der alten Beet­ho­ven­halle, für bis zu acht­zig Mil­lio­nen Euro errich­tet wer­den soll. Für ein Unter­neh­men, das von Spar­runde zu Spar­runde schreite, sei ein sol­ches Enga­ge­ment völ­lig unan­ge­mes­sen, behaup­tet die Gewerkschaft.

Wo sind die Pro­teste der Gewerk­schaft gegen ein Tele­kom Enga­ge­ment im Fuß­ball? Bei der Natio­nal­mann­schaft, beim FC Bay­ern oder in der Bun­des­liga. Wo ist der Pro­test gegen die Tele­kom Bas­kets Bonn?

Der Pro­test bleibt in allen Fäl­len zurecht aus, da die Tele­kom sich der Ver­ant­wor­tung des Mäze­na­ten­tum stellt. Nur Lei­der ist Sport popu­lä­rer als Kul­tur. Gerade des­halb freue ich mich sehr, dass die Tele­kom als Bon­ner Unter­neh­men in die Stadt inves­tiert. Das ist genau das Han­deln, was ich mir von Unter­eh­men wün­sche. Und es bestärkt mich mal wie­der in der Ansicht, dass ich mit Gewerk­schaf­ten nichts zu tun haben will.