In der Haupt­stadt des Kali­fats Frei­staats Bay­ern. Der erste Demons­trant, der die Schäu­blone gezeigt hat wurde in München-Schwabing wegen des »Anfangs­ver­dachts auf Belei­di­gung« ange­zeigt. Der Münch­ner Stu­dent Tho­mas Kit­tel wurde bei einer Poli­zei­kon­trolle ange­hal­ten, weil die Schäu­blone als Zei­chen »stil­len Pro­tests« in sei­nem Auto hing. Anschlie­ßend wurde das kom­plette Auto durchsucht.

Sym­pa­thisch ist auch Knit­tels Reak­tion auf die Festnahme:

„Im Nach­hin­ein finde ich das fast lus­tig, zum Glück hatte ich was zu lesen dabei“, sagt er nun. Eine Gelas­sen­heit, die erstaunt, denn mitt­ler­weile harrt die Anzeige, wie Poli­zei­spre­cher Mar­kus Deng­ler bestä­tigt, bei der Münch­ner Staats­an­walt­schaft ihrer Bear­bei­tung. Ob es zu einer wei­te­ren Ver­fol­gung oder gar einem Pro­zess kommt, ist der­zeit noch unklar.

Schwie­ri­ger ist aber die Bedeu­tung für den Pro­test gegen die Umtrie­big­kei­ten des Bundesinnenministeriums:

Der stille Pro­test an der Fens­ter­scheibe, in sei­ner öffent­li­chen Wir­kung ist er nicht vom Pro­test im Inter­net zu unter­schei­den. Damit könnte die Anzeige gegen Tho­mas Kit­tel zu einem Fall wer­den, der Tau­sende von Web­sei­ten­be­trei­bern zu poten­ti­el­len Straf­tä­tern wer­den lässt.