Der Halb­ma­ra­thon des ING Europe Mara­thon in Luxem­burg letz­ten Sams­tag war echt sen­sa­tio­nell. Ich hatte zwar eine Zeit um 2:10:00 ange­peilt und bin dann bei 2:23:36 gelan­det, bin aber trotz­dem sehr zufrieden.

Bei dem Stre­cken­pro­fil hätte ich kaum mehr raus­ho­len kön­nen. Frei­tags wurde ich noch gefragt, ob ich das Stre­cken­pro­fil ken­nen würde, was ich ver­neint habe. Dafür war die Über­ra­schung am Sams­tag umso grö­ßer es ging berg­auf, wie­der bergrun­ter, wie­der hoh wie­der run­ter und so wei­ter. Ich würde mal auf ins­ge­samt einen Kilo­me­ter fla­ches Stück tip­pen (von 21). Und zu allem Über­fluss gin­gen die letz­ten etwa drei Kilo­me­ter auch noch berg­auf. Aber es war ne echt super.

Die Stre­cke ver­lief so, dass die Zuschauer meist nur wenige Meter gehen muss­ten, um den Tross kurz spä­ter ein zwei­tes Mal zu sehen. Folg­lich war die Stim­mung an der Stre­cke auch wesent­lich bes­ser als in Bonn. Auch haben ein paar Knei­pen, an denen wir vorbeigelaufen

Nicht nur die Stim­mung war bes­ser, auch die Orga­ni­sa­tion an sich war viel bes­ser. Würde ich den Bon­ner Mara­thon mit 100 Punk­ten bewer­ten, käme Luxem­bourg auf 2000. Ers­ter auf­fäl­li­ger Punkt war, dass in Luxem­bourg wesent­lich mehr Ver­pfle­gungs­sta­tio­nen waren und es dort von Anfang an Bana­nen und, was mich beson­ders gefreut hat, Oran­gen, Was­ser, Aqua­rius und eine Wanne mit Was­ser gab in der man (den im Lauf­beu­tel vor­ge­fun­de­nen) Schwamm nass­ma­chen konnte. Auch sämt­lich Beschil­de­run­gen wäh­rend der Ver­an­stal­tung waren so gut, dass man keine Pro­bleme hatte, sich zurecht­zu­fin­den. Auch der Ser­vice für die Zuschauer war weit bes­ser. Es lie­fen Info­teams durch die Gegend, die Stre­cken­kar­ten und ande­res Info­ma­te­rial verteilten.

Die Stre­cke führte durch sehr schöne Teile Luxem­bourgs und hat Appe­tit auf mehr gemacht. Viel­leicht mal ein Wochen­ende da hin. Beson­ders toll war dann aber der Ziel­ein­lauf in die Coque, eine Sport– und Kul­tur­arena, wo die letz­ten 200 Meter indoor unter Musik, Light­show und Nebel­ma­schi­nen bewäl­tigt wur­den. Der totale Adrenalin-Kick.

Ich kann mir in jedem Fall vor­stel­len, nächs­tes Jahr noch­mal in Luxem­bourg zu lau­fen. Wir wer­den sehen. Achja, Pho­tos gibt’s auch.