In den letz­ten Tagen hab ich immer wie­der dar­über nach­ge­dacht, ob Web­sites ohne RSS–Feed in mei­ner Wahr­neh­mung über­haupt noch exis­tie­ren. Für mich gehört mitt­ler­weile ein RSS–Feed zum guten Ton. Mich stört nur häu­fig, dass die Feeds von vie­len Pro­fes­sio­nel­len Medien keine Voll­fe­eds anbie­ten — rühm­li­ches Gegen­bei­spiel ist hier der Feed von jetzt​.de. Klar, die Feeds sol­len in dem Fall, als Appe­ti­zer die­nen und die Leser auf die (wer­be­fi­nan­zierte) Seite locken — wie soll das aber gehen, wenn nicht wenigs­tens ansatz­weise ver­ra­ten wird, worum es in dem Arti­kel geht. Ein extrem schlech­tes Bei­spiel sind hier spie​gel​.de und heise​.de. Beide Ange­bote schätze ich sehr, aber gar kei­nen oder nur 5–10 Wör­ter beschrei­ben­den Text sind ein­fach zu wenig.

Noch schlim­mer sind nur noch Ange­bote, die gar kei­nen RSS–Feed anbie­ten. Ein­zig der Wiki­pe­dia und mei­ner Bank kann ich das Feh­len eines Feeds ver­zei­hen. Hier sehen die Nut­zungs­sze­na­rien natür­lich auch anders aus als bei aktualitäts-orientierten Web­sites. Bei last​.fm brau­che ich natür­lich auch kei­nen RSS–Feed. Neon​.de ist aber genau wegen dem feh­len­den RSS–Feed kein Standard-Lesewerk bei mir. Es wurde sehr schnell durch jetzt​.de ersetzt. Und das als Tages­zei­tung die Süd­deut­sche in mei­nem Fee­dre­a­der abon­niert ist (obwohl kein Voll­feed) zeigt, dass die Mün­che­ner das Web für einen klas­si­schen Ver­lag gut angehen.

Wer heut­zu­tage noch eine News ori­en­tierte Web­site ohne RSS–Feed hat, zeigt bloß dass er noch nicht ganz auf er Höhe der Zeit ist.