Der Musik­in­dus­trie geht es schlecht — sagt sie zumin­dest. Die Umsätze gehen zurück. Und das biß­chen Geld, das ver­dient wird kommt nicht bei den Künst­lern an. Aber warum fängt dort kein Umden­ken an?

Kon­zerte wer­den, aus mei­ner Sicht, immer wich­ti­ger als CDs. Ein phy­si­scher Ton­trä­ger, oder über­haupt Stu­dio­mu­sik könnte ja auch als Wer­be­trä­ger für den Ser­vice »Kon­zert« ange­se­hen werden.

Ein Bei­spiel für eine krasse Ände­rung der Geschäfts­mo­delle ist die IT Indus­trie. Auch hier wird mit geis­ti­gem Eigen­tum gehan­delt. Frü­her musste man als Pri­vat­an­wen­der viel Geld für eine gute Soft­ware bezah­len. Mit der Freier Soft­ware kamen dann immer bes­sere Pro­gramme auf den Markt. Heute kann sich nie­mand mehr vor­stel­len, fast 50 DM für einen Web­brow­ser zu bezah­len. Für eine Office Suite, frü­her muss­ten um die 500 DM auf den Tisch gelegt wer­den. Heute gibt’s Fire­fox, Open­Of­fice oder auch die ver­schie­de­nen Linuxe umsonst — oder eher gra­tis. Und die Fir­men, auch welt­um­span­nende Unter­neh­men wie Sun, IBM oder Google, ver­die­nen ihr Geld mit Ser­vice. Oder Werbung.

Ob sich IT Geschäfts­mo­delle aber auf die Musik, oder die Kunst all­ge­mein, über­tra­gen las­sen muss die Zukunft zei­gen. Ich per­sön­lich wün­sche mir mehr Mäze­na­ten­tum, mehr Live Musik, mehr Ser­vice. Die Geschäfts­mo­delle der Musik­bran­che müs­sen sich ändern. Und mei­ner Mei­nung nach hat sich der Markt sehr posi­tiv ent­wi­ckelt. Zumin­dest was die Qua­li­tät der Bands angeht. Live-Events wer­den wich­ti­ger. Und ich bin bereit für Musik-Events eini­ges an Geld aus­zu­ge­ben. Und auch in guter DJ ist sein Geld wert. Offene Lizen­zen und mit Ser­vice Geld ver­die­nen wäre ein Weg den ich mir auch für die Musik­in­dus­trie wün­schen würde. Und die Mixed Tapes von Mer­ce­des waren ein coo­ler Schritt in die rich­tige Richtung,