Ich bin grad beim sur­fen durch die Wiki­pe­dia (ich weiß, ich hab komi­sche Surf-Spots) beim Arti­kel über Phil Zim­mer­mann gelan­det und hab da ein wun­der­vol­les Zitat gefunden:

If pri­vacy is out­la­wed, only out­laws will have privacy.

Das führt mich wie­der mal zu mei­ner These das mehr Über­wa­chung, mehr Staat nicht zwangs­läu­fig zu höhe­rer Sicher­heit führt. Eher im Gegen­teil. Leute die sich ver­ste­cken wol­len, wer­den dies auch schaf­fen. Men­schen, die eigent­lich geschützt wer­den soll­ten, hin­ge­gen wer­den dadurch unver­hält­nis­mä­ßig stark beeinflusst.

Dass die Kof­fer­bom­ber vom August auf Vieo­auf­zeich­nun­gen zu sehen ist, zeigt eher, dass es ihnen egal war, ob sie damit auf­fal­len (es kön­nen ja noch andere den Weg zu Ende gehen) oder dass es sich um abso­lute Dil­le­tan­ten gehan­delt hat. In Köln-West oder Süd sind afaik keine Über­wa­chungs­ka­me­ras und wenn die Ter­ro­ris­ten da ein­ge­stie­gen wären…

Sehr schön wird der Ver­lust der Pri­vats­sphäre bei ste​reo​s​til​.de illus­triert:

Ein Frosch, den man in einen Topf mit hei­ßem Was­ser setzt, springt sofort her­aus. Setzt man ihn in kal­tes Was­ser und erhöht all­mäh­lich die Tem­pe­ra­tur, bleibt er sit­zen. Er bemerkt die Gefahr nicht, bis es zu spät ist. Wir bewe­gen uns durch den All­tag, hin­ter­las­sen Spu­ren und geben täg­lich mehr von unse­rer Frei­heit auf.