5. Feb. 2008

Die drei Bon­ner Unter­neh­men Post, Tele­kom und Post­bank haben ja schon vor etwas län­ge­rer Zeit ange­kün­digt, dass sie die Stadt Bonn bei der Errich­tung eines neuen Beethoven-Festspielhauses unter­stüt­zen wol­len. Nun pro­tes­tiert ver.di gegen die­ses Engagement:

Gleich­zei­tig griff sie, in Gestalt ihres Vor­stands­mit­glieds Lothar Schrö­der, das Enga­ge­ment der Tele­kom für das »Fest­spiel­haus Beet­ho­ven« an, das in den kom­men­den Jah­ren, finan­ziert von der Deut­schen Post, der Post­bank und der Deut­schen Tele­kom, in Bonn, ver­mut­lich neben der alten Beet­ho­ven­halle, für bis zu acht­zig Mil­lio­nen Euro errich­tet wer­den soll. Für ein Unter­neh­men, das von Spar­runde zu Spar­runde schreite, sei ein sol­ches Enga­ge­ment völ­lig unan­ge­mes­sen, behaup­tet die Gewerkschaft.

Wo sind die Pro­teste der Gewerk­schaft gegen ein Tele­kom Enga­ge­ment im Fuß­ball? Bei der Natio­nal­mann­schaft, beim FC Bay­ern oder in der Bun­des­liga. Wo ist der Pro­test gegen die Tele­kom Bas­kets Bonn?

Der Pro­test bleibt in allen Fäl­len zurecht aus, da die Tele­kom sich der Ver­ant­wor­tung des Mäze­na­ten­tum stellt. Nur Lei­der ist Sport popu­lä­rer als Kul­tur. Gerade des­halb freue ich mich sehr, dass die Tele­kom als Bon­ner Unter­neh­men in die Stadt inves­tiert. Das ist genau das Han­deln, was ich mir von Unter­eh­men wün­sche. Und es bestärkt mich mal wie­der in der Ansicht, dass ich mit Gewerk­schaf­ten nichts zu tun haben will.

 
 
20. Sep. 2007

Jetzt wohne ich seit etwa drei Mona­ten in Köln. Zeit ein ers­tes klei­nes Res­umé zu machen: Was fehlt? Was ist toll?

Der erste Punkt ist rela­tiv ein­fach abzu­han­deln: Mir feh­len meine Freunde aus Bonn. Naja, Bonn ist nicht so wirk­lich weit weg aber irgend­wie ist es emo­tio­nal schon echt weit weg. So weit, dass es eine Stre­cke ist, die ich mit dem Auto fah­ren würde. Dann Sham­rock, James Joyce und Café Ein­stein. Und gut geteerte Stra­ßen, Fahr­rad– und Fuß­wege. Die gibt’s hier in Köln nur sehr wenig. Und natür­lich meine tolle Woh­nung in Bonn. Die fand ich weit schö­ner als meine jet­zige. Aber klar, das Ding in Bonn war auch eine abso­lute Traum­woh­nung. Und die Ver­schla­fen­heit Bonns.

Toll an Köln ist vor allem, dass ich nur 10 Minu­ten zu Fuß bis zur Arbeit brau­che. Alles ist echt in der Nähe. Die Stadt ist super. Vor allem super viel­sei­tig. Man muss nur Ehren­feld, das Bel­gi­sche Vier­tel und Deutz ver­glei­chen. Über­all etwas ande­res. Und ich wohne echt cen­tral. Schöne Knei­pen und Clubs gibt’s einige. Die Lauf­stre­cken am Rhein sind weit fle­xi­bler als in Bonn, da es mehr Brü­cken gibt. Und ich hab end­lich meine Köl­ner Freunde in der Nähe. Und mei­nen klei­nen Bruder!

Mei­nen Umzug bereue ich in kei­ner Weise. Eine der bes­ten Ent­schei­dun­gen, die ich seit lan­gem getrof­fen habe. Aber Köln und Bonn zu ver­glei­chen ist eigent­lich nicht mög­lich. Bei­des hat sei­nen Charme, obwohl mir der urbane Köl­ner Charme momen­tan weit bes­ser liegt.

 
 

Photo: Die fantastischen Vier

Der Über­ra­schungs­head­li­ner auf der dies­jäh­ri­gen Rhein­kul­tur ist raus: die Fan­tis kom­men in meine ehe­ma­lige Hei­mat­stadt. Das jähr­li­che Fanta-Vier-Konzert wird also dies­mal in Bonn sein. (via bnlog) Neben den Fan­tis freu ich mich vor allem auf die Mons­ters of Lie­der­ma­ching. Die haben ja auch die letz­ten male ordent­lich gerockt. Ansons­ten gibt’s aber nichts, wor­auf ich mich wirk­lich freuen würde.

Apro­pos For­nika, ich hab sie mir ges­tern als Premium-Digipack gekauft und bin echt posi­tiv über­rascht. Die Kri­ti­ken waren ja nicht so berau­schend, aber bis auf die erste Sin­gle »Ern­ten was wir säen« gefällt mir alles recht gut. Echt cool find ich »Nikki war nie weg« aber auch andere Titel machen Spaß.

 
 
12. Jun. 2007

Irgend­wie ist es ein komi­sches Gefühl. Ein Umzug ist mehr als nur ein Orts­wech­sel. Ein Umzug sym­bo­li­siert einen neuen Lebens­ab­schnitt, einen wei­te­ren Schritt. Es ist ein Abschnitt der zu Ende geht, aber auch ein Abschnitt der neu beginnt. Und es ist ein Hin un Her zwi­schen Freude auf das neue und Weh­mut bezüg­lich des Alten.

Sonn­tag geht es also nach Köln. Keine unbe­kannte Stadt, wie es Bonn noch vor drei Jah­ren war. Ich habe Freunde gefun­den. Leute von anderswo und Leute, die wie ich, aus dem Ober­ber­gi­schen kom­men. Men­schen die mir echt ans Herz gewach­sen sind. Men­schen, bei denen ich es ver­mis­sen werde, sie nicht mehr in der Nähe zu haben. Ich werde euch nie vergessen.

In der Dom­stadt habe ich jetzt auch schon viele Freunde, auf die ich mich echt freue sie auch abends mal pro­blem­los tref­fen zu kön­nen. Ich freue mich auch auf die kur­zen Wege zur Arbeit und nicht mehr täg­lich zwei Stun­den mit Hin und Zurück fah­ren zu ver­brin­gen. Ich freue mich auch dar­auf, einen neuen Lebens­ab­schnitt zu begin­nen. Oder wie Semi­so­nic es san­gen:

So gather up your jackets, move it to the exits I hope you have found a fri­end Clo­sing time Every new begin­ning comes from some other beginning’s end

 

 
 
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