Ich hab im letz­ten Jahr immer mehr ange­fan­gen, Wein zu trin­ken. Meist Rot­wein, so etwa in 98% der Fälle. Und ges­tern habe ich mir mein ers­tes Wein­buch gekauft: »Wine — just a drink« von Matt Skin­ner. Matt Skin­ner ist btw. ein guter Kum­pel von Jamie Oli­ver. Und Som­me­lier in einem sei­ner Restaus. Und ganz am Anfang steht ein tol­ler Vergleich:

Die Traube ist der Super­star in einem Pro­dukt das wir als Wein ken­nen und lie­ben gelernt haben. So etwas wie das Uhr­werk in der Uhr, der Motor im Auto, der Schalg­zeu­ger in der Band, die Sai­ten au der Gitarre, die Luft im Fußball.

Nunja, das Buch ist recht cool geschie­ben und macht echt Spaß. Viel­leicht werd ich dann dem­nächst auch was von Wein wis­sen. Außer dass ich Weiß­wein meis­tens nicht mag und einen Roten bevorzuge.

Und wie bin ich auf das Buch gekom­men? Es stand bei Mama rum, ich hab rein­ge­schaut und mich nicht bevor­mun­det gefühlt von irgend­wel­chen Pin­gui­nen. Oder von Leu­ten die Wein trin­ken, bloß weil es schi­cker ist. Im Gegen­teil ist das Buch von jeman­dem geschrie­ben, der sein Surf­board unter dem Arm dir was über Wein erzäh­len kann.

 
 

Screenshot: Vollidiot Test Paula

Heute kommt die Ver­fil­mung eines mei­ner Lieb­lings­bü­cher ins Kino: Voll­idiot von Tommy Jaud. Ja, ich lese es noch­mal zu Ende, bevor ich mir den Film antue. Ich hätte mir zwar in jedem Fall einen ande­ren Haupt­dar­stel­ler als Oli­ver Pocher gewünscht. Ich glaube Chris­tian Ulmen wäre ganz gut für die Rolle des Simon Peters geeig­net. Aber es ist nun mal Pocher gewor­den. Mal sehn, wie der Film so ist.

In jedem Fall hab ich gerade den Vollidiot-Test gemacht und siehe da, ich bin Typ Paula. Ich weiß zwar nicht mehr ganz genau wie Typ Paula ist, aber unsym­pa­thisch war sie mir defi­ni­tiv nicht.

 
 

Nach­dem ich ja vor etwas län­ge­rer Zeit über meine 10 wich­tigs­ten Alben geschrie­ben habe, kom­men jetzt die 10 wich­tigs­ten Bücher (wie­der mal hat die Rei­hen­folge nix zu sagen):

  • Sten Nadolny — Die Ent­de­ckung der Langsamkeit
  • Gosciny/Uderzo — Asté­rix (im Original)
  • Paulo Coelho — Der Alchimist
  • Ser­gio Bam­ba­ren — Die Bot­schaft des Meeres
  • Jostein Gar­der — Sofies Welt
  • Bill Bry­son — Früh­stück mit Kängurus
  • Chris­to­pher Moore — Die Bibel nach Biff
  • Jan Wei­ler — Maria ihm schmeckt’s nicht
  • Flo­rian Illies — Ortsgespräch
  • Ruth Zucker — Im Auf­trag für Israel

Naja, wirk­lich reprä­sen­ta­tiv ist das nicht, vor allem weil ich mich nicht mehr wirk­lich an alle Bücher erin­nern kann. Das meiste davon stammt aus den letz­ten 2 Jahren.

 
 
 
3. Sep. 2006

Nach mei­nen Refle­xio­nen hab ich in der aktu­el­len Neon auch den Arti­kel über das Thema Hei­mat gese­hen: In mei­ner Lieb­lings­zeit­schrift wer­den drei Men­schen vor­ge­stellt, die nach Jah­ren, die sie von zu Hause fort waren aus den unter­schied­lichs­ten Grün­den zu ihren Wur­zeln zurück­ge­kehrt sind. Abso­lut lesens­wert und spricht mir voll­kom­men aus der Seele. Wäre Zeit, das in der Rubrik »meine Stadt« end­lich mal Wiehl the­ma­ti­siert wird.

Viel­leicht gehört es ja dazu, dass man sich im Pro­zess des Erwachsen-Werdens in einer mobi­len Welt auf so etwas wie Hei­mat zurück­be­sinnt. Das Kaff, aus dem man frü­her nicht schnell genug weg konnte, ist jetzt der feste Bezugs­punkt, zu dem man immer wie­der zurück­keh­ren kann. Der Ort, an dem man natür­li­cher­weise dazu­ge­hört, wo man um nichts kämp­fen muss, wo es ein­fach passt. Klar, das ist jetzt ein wenig idea­li­siert dar­ge­stellt, aber von der Ten­denz her stimmt es schon.

Zwei Sei­ten spä­ter wurde dann noch Orts­ge­spräch von Flo­rian Illies vor­ge­stellt, das des­sen Erfah­run­gen mit der hes­si­schen Pampa beschreibt. Ist hof­fent­lich am Mon­tag in mei­nem Brief­kas­ten der Pack­sta­tion am Bon­ner Bahn­hof. Noch ein Buch das auf die »to be read«-Liste kommt.

 

 
 
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