Heri­bert Prantl, von mir hoch­ge­schätzt, wenn er sich zu Bür­ger­rech­ten äußert, hat in sei­ner Keynote Fest­rede zum 50jährigen Beste­hen der VG Wort völ­lig dane­ben gegrif­fen. Mal wie­der wurde über »die glo­bale Ent­eig­nungs­ma­schi­ne­rie Inter­net« und »Tausch­bör­sen als Umsatz­plät­zen digi­ta­ler Pira­te­rie­ware« lamen­tiert. Natür­lich wurde aber kein Gedanke daran ver­schwen­det jen­seits von pla­ka­ti­ven Hor­ror­sze­na­rien auf­zu­zei­gen, wel­che Chan­cen sich durch gesell­schafts– und medi­en­ad­äquate neue Geschäfts­mo­delle auf Basis freier Lizen­zen rea­li­sie­ren lassen.

Natürl­lich feh­len auch immer noch Modelle, wie ich legal zu ver­nünf­ti­gen Prei­sen Medien erwer­ben kann. Aber Prantls Geze­ter, und das ande­rer, hilft nicht dabei wei­ter, die Krea­ti­v­in­dus­trie wei­ter­zu­brin­gen.

Die­ses Ver­hal­ten präge das Bewusst­sein des gesam­ten Inter­net, fand Prantl zum Thema zurück. »Es wird zu einem Raum, in dem man alles macht, was man sonst nicht macht.« Die »unend­li­che leichte Ver­füg­bar­keit« von Bits und Bytes gebe vie­len das Gefühl: »Hier ist die All­mende des 21. Jahr­hun­derts.« So wür­den »Mil­lio­nen Töne und Texte«, die urhe­ber­recht­lich geschützt seien, ohne Zah­lung von Gebüh­ren genutzt. Habe das Urhe­ber­recht frü­her eine »Mauer aus Para­gra­phen« gebil­det, wel­che die geis­tige Leis­tung der Krea­ti­ven geschützt habe, regiere nun »die glo­bale Ent­eig­nungs­ma­schi­ne­rie Inter­net« mit ihren »Tausch­bör­sen als Umsatz­plät­zen digi­ta­ler Pira­te­rie­ware« und ein »wie­der ein­ge­führ­ter Kom­mu­nis­mus«. Die Masse der Urhe­ber schaue so »mit dem Ofen­rohr ins Gebirge«, wäh­rend es bis­her nur den »Befrie­di­gern sexu­el­ler Bedürf­nisse gelun­gen« sei, einen Obo­lus zu kassieren.

 
 
13. Apr. 2008

Ges­tern habe ich ein schö­nes neues Fea­ture in Mail.app (Leo­pard) ent­deckt: Mails kön­nen in Kon­ver­sa­tio­nen ange­zeigt wer­den — im Apple Wording wird das als »E-Mail Ver­lauf« bezeichnet.

Screenshot Leopard Mail Intelligenter Ordner

Damit mir alle E-Mails in einem Ord­ner ange­zeigt wer­den habe ich einen intel­li­gen­ten Ord­ner mit fol­gen­den Eigen­schaf­ten ange­legt: »Nach­rich­ten­typ ist E-Mail« und »E-Mails im Post­fach im Post­fach Gesen­det mit ein­be­zie­hen«. In die­sem Ord­ner habe ich dann im Menü »Dar­stel­lung« den Menü­punkt »Nach E-Mail Ver­lauf sor­tie­ren« ange­wählt. Schon war die Kon­ver­sa­tio­nen Dar­stel­lung fertig.

Tags kön­nen natür­lich mit Mail­Tags nach­ge­rüs­tet wer­den. Und auch eine Goo­gle­mail Style Suche gibt es.

 
 

Der Musik­in­dus­trie geht es schlecht — sagt sie zumin­dest. Die Umsätze gehen zurück. Und das biß­chen Geld, das ver­dient wird kommt nicht bei den Künst­lern an. Aber warum fängt dort kein Umden­ken an?

Kon­zerte wer­den, aus mei­ner Sicht, immer wich­ti­ger als CDs. Ein phy­si­scher Ton­trä­ger, oder über­haupt Stu­dio­mu­sik könnte ja auch als Wer­be­trä­ger für den Ser­vice »Kon­zert« ange­se­hen werden.

Ein Bei­spiel für eine krasse Ände­rung der Geschäfts­mo­delle ist die IT Indus­trie. Auch hier wird mit geis­ti­gem Eigen­tum gehan­delt. Frü­her musste man als Pri­vat­an­wen­der viel Geld für eine gute Soft­ware bezah­len. Mit der Freier Soft­ware kamen dann immer bes­sere Pro­gramme auf den Markt. Heute kann sich nie­mand mehr vor­stel­len, fast 50 DM für einen Web­brow­ser zu bezah­len. Für eine Office Suite, frü­her muss­ten um die 500 DM auf den Tisch gelegt wer­den. Heute gibt’s Fire­fox, Open­Of­fice oder auch die ver­schie­de­nen Linuxe umsonst — oder eher gra­tis. Und die Fir­men, auch welt­um­span­nende Unter­neh­men wie Sun, IBM oder Google, ver­die­nen ihr Geld mit Ser­vice. Oder Werbung.

Ob sich IT Geschäfts­mo­delle aber auf die Musik, oder die Kunst all­ge­mein, über­tra­gen las­sen muss die Zukunft zei­gen. Ich per­sön­lich wün­sche mir mehr Mäze­na­ten­tum, mehr Live Musik, mehr Ser­vice. Die Geschäfts­mo­delle der Musik­bran­che müs­sen sich ändern. Und mei­ner Mei­nung nach hat sich der Markt sehr posi­tiv ent­wi­ckelt. Zumin­dest was die Qua­li­tät der Bands angeht. Live-Events wer­den wich­ti­ger. Und ich bin bereit für Musik-Events eini­ges an Geld aus­zu­ge­ben. Und auch in guter DJ ist sein Geld wert. Offene Lizen­zen und mit Ser­vice Geld ver­die­nen wäre ein Weg den ich mir auch für die Musik­in­dus­trie wün­schen würde. Und die Mixed Tapes von Mer­ce­des waren ein coo­ler Schritt in die rich­tige Richtung,

 
 
19. Sep. 2007

Nach­dem ich rela­tiv viel Zeit dafür ver­wen­det habe, PyQ3t und Qt3 auf mei­nem Mac­book zu instal­lie­ren kommt hier die Anlei­tung, wie es dann letzt­end­lich geklappt hat:

  • XCode instal­lie­ren. Wird für gcc sowie make gebraucht.
  • Mac­Ports installieren.
  • Den Port py-pyqt3 installieren:
    sudo port install py-pyqt3

Mac­Ports lädt dann die Sour­cen, kom­pi­liert und instal­liert den Kram. Then you’re done.

 

 
 
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