12. Jun. 2007

Irgend­wie ist es ein komi­sches Gefühl. Ein Umzug ist mehr als nur ein Orts­wech­sel. Ein Umzug sym­bo­li­siert einen neuen Lebens­ab­schnitt, einen wei­te­ren Schritt. Es ist ein Abschnitt der zu Ende geht, aber auch ein Abschnitt der neu beginnt. Und es ist ein Hin un Her zwi­schen Freude auf das neue und Weh­mut bezüg­lich des Alten.

Sonn­tag geht es also nach Köln. Keine unbe­kannte Stadt, wie es Bonn noch vor drei Jah­ren war. Ich habe Freunde gefun­den. Leute von anderswo und Leute, die wie ich, aus dem Ober­ber­gi­schen kom­men. Men­schen die mir echt ans Herz gewach­sen sind. Men­schen, bei denen ich es ver­mis­sen werde, sie nicht mehr in der Nähe zu haben. Ich werde euch nie vergessen.

In der Dom­stadt habe ich jetzt auch schon viele Freunde, auf die ich mich echt freue sie auch abends mal pro­blem­los tref­fen zu kön­nen. Ich freue mich auch auf die kur­zen Wege zur Arbeit und nicht mehr täg­lich zwei Stun­den mit Hin und Zurück fah­ren zu ver­brin­gen. Ich freue mich auch dar­auf, einen neuen Lebens­ab­schnitt zu begin­nen. Oder wie Semi­so­nic es san­gen:

So gather up your jackets, move it to the exits I hope you have found a fri­end Clo­sing time Every new begin­ning comes from some other beginning’s end

 
 
16. Mai. 2007

…ist es in Bonn (noch) nicht. Ich kann aber nach­voill­zie­hen, dass Bahn­pend­ler genervt rea­gie­ren. Aber Bahn­höfe ver­wüs­ten, weil die Bahn zu spät kommt. Krasse Geschichte.

Wenn die Reak­tion nicht auch men­ta­lit­ästs­be­dingt wäre, müsste so etwas auch bald hier pas­sie­ren. Die Bah­nen zwi­schen Köln und Bonn fah­ren zur Zeit auch so, wie sie lus­tig sind. Bah­nen fal­len aus, wer­den erst mit zehn Minu­ten Ver­spä­tung ange­kün­digt und fah­ren dann de facto aber erst 25–30 Minu­ten spä­ter. Dass das nervt, kann man sich wohl vorstellen.

In den let­zen drei Tagen habe ich min­des­tens so viel Zeit mit War­ten am Bahn­steig ver­bracht, wie reine Fahr­zeiit zwi­schen Köln und Bonn. Und dann infor­miert die Bahn noch nicht ein­mal ver­nünf­tig, was pas­siert: in Köln West sind näm­lich zudem die Laut­spre­cher kaputt. Super! Auf an die Börse!

 
 

Letz­ten Sams­tag war es wie­der soweit. Die 21. WDR Rock­nacht des WDR Rock­pa­lasts hat wie­der gerockt. Eigent­lich sollte das Kon­zert im Pal­la­dium statt­fin­den, wurde dann aber kurz­fris­tig ins E-Werk ver­legt. Neben den Head­linern Faith­less, gaben die Manic Street Pre­achers, The Pipet­tes, The Suns­hine Under­ground und Goose ihr Kön­nen zum Bes­ten. Mibe­kom­men hab ich aber nur das Ende des Pipettes-Auftritts, Manic Street Pre­achers und Faith­less. Vor­her haben wir noch ein biß­chen am Beu­e­ler Rhein­ufer gegrillt.

21. WDR Rocknacht: The Pipettes auf der Bühne

The Pipet­tes haben mich echt posi­tiv über­rascht. Echt fei­ner Rockabilly-Girl-Band 50er60er Jahre Sound. Musik die ich echt mag. Ich fand es echt schade, dass ich nicht mehr von dem Kon­zert mit­be­kom­men habe. Feine Show. Mal sehen, viel­leicht gibt’s ja bald das Album als Fut­ter für mei­nen CD–Player.

Play­list: 00. Intro, 01. ABC, 02. Your Kis­ses Are Was­ted On Me, 03. Baby Don’t Leave Me, 04. Why Did You Stay?, 05. Because It’s Not Love (But It’s Still A Fee­ling), 06. It Hurts To See You Dance So Well, 07. Diure­tics, 08. Really That Bad, 09. Guess Who Ran Off For The Milk­man?, 10. I Love You, 11. One Night Stand, 12. Judy, 13. Dirty Mind, 14. Pull Shapes, 15. We Are The Pipettes

21. WDR Rocknacht: Manic Street Preachers auf der Bühne

Von den Manic Street Pre­achers war ich etwas ent­täuscht. Der Sound war etwas mat­schig und irgend­wie war es im E-Werk etwas sehr warm. Es war ganz nett, aber ich hatte die Band irgend­wie inter­es­san­ter in Erin­ne­rung. Net­ter 90er Jahre Rock. Ich bin halt noch nicht 35 :) .

21. WDR Rocknacht: Interview mit Faithless vor dem E-Werk

Dann habe ich mich Mar­kus irgend­wann nach drau­ßen bege­ben. Irgend­wann wur­den im E-Werk Bier­gar­ten die Pipet­tes inter­viewt und kurze Zeit spä­ter auch Faith­less. In dem Moment hat man extrem gemerkt, dass die Rock­nacht kein Tee­nie oder Punk Kon­zert ist. Mit­ten zwi­schen den Zuschau­ern konn­ten die Bands pro­blem­los inter­viewt werden.

21. WDR Rocknacht: Faithless auf der Bühne

Faith­less haben im Anschluss extrem gerockt. Sehr feine elek­tro­ni­sche Musik. Es waren von den 8 Musi­kern immer nur die auf der Bühne, die auch tat­säch­lich an dem Stück mit­wirk­ten. Faith­less haben in ihrer Musik immer wie­der ein Span­nungs­bo­gen auf­ge­spannt und die­sen auch immer wie­der auf­ge­löst. Auf Ener­gie folgt Ruhe und auf Ruhe Ener­gie. Sehr gut hat mir gefal­len, dass die Band meist keine Pause zwi­chen den Stü­cken gemacht hat und wenn etas gesagt wurde dann nur ein­zelne Worte wie »Peace« oder »Unity«. Ins­ge­samt ein sen­s­tio­nel­les und run­des Kon­zert. Hat echt Spaß gemacht.

Play­list: 01. I Hope, 02. To All New Ari­vals, 03. Insom­nia, 04. In The End, 05. Emer­gency, 06. All Races All Colours, 07. God Is A DJ, 08. Bring My Family Back, 09. Mass Destruc­tion, 10. Ever­y­thing Will Be Alright Tomor­row, 11. What About Love, 12. Bombs, 13. Drif­ting Away, 14. Music Mat­ters, 15. Dirty Ol‹ Man, 16. I Want More, 17. We Come 1. Zuga­ben: 18. Muham­mad Ali, 19. Salva Mea

Jetzt, wo mein Pho­to­al­bum wie­der funk­tio­niert sind auch meine Pho­tos von der WDR Rock­nacht abrufbar.

 
 
4. Apr. 2007

Heute mor­gen war es wie­der das Glei­che. Aller­dings wollte ich wollte ich heute mit einer Bahn spä­ter fah­ren (RB 48 um 08:52). Statt­des­sen bin ich dann mit mei­ner nor­ma­len Bahn gefah­ren (RB 26 um 08:32). Aller­dings ist die erst um 8:55 gestar­tet. Wann die RB 48 fuhr, weiß ich nicht. Ich war aber echt froh, dass ich die etwa 25 Minu­ten nicht am Bon­ner Haupt­bahn­hof ver­bacht habe.

 

 
 
 
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