Anfang Juli habe ich im Rah­men des Mobi­lers Pro­jekts ein neues Tele­fon bekom­men: das Samsung Galaxy S. Bis dahin habe ich immer etwas nei­disch Rich­tung iPhone geschaut. Seit­dem ich das Galaxy S habe weiß ich aber, wie gut sich auch Android Geräte anfüh­len können.

Vor­ne­weg: das Galaxy S ist toll ver­ar­bei­tet und extrem leicht. Das wird vor allem dadurch erreicht, das viel Plas­tik ver­ar­bei­tet wird. Dadurch wirkt es etwas weni­ger wer­tig als ein iPhone aber das wirk­lich geringe Gewicht macht diese Ent­schei­dung defi­ni­tiv wett. Das Dis­play ist rich­tig toll, hat eine auto­ma­ti­sche Hel­lig­keits­an­pas­sung und ist selbst in glei­ßen­dem Son­nen­licht pro­blem­los ables­bar. Auch die Geschwin­dig­keit von dem Gerät ist wirk­lich gut.

Samsung hat dem Galaxy S eine eigene Home-Oberfläche spen­diert. Das Touch­Viz Inter­face ist zwar schick, gefällt mir per­sön­lich aber nicht so toll und ich hab’s dann rela­tiv schnell durch Laun­cher Pro ersetzt. Was mich aber bei der Android-Anpassung von Samsung echt stört, ist dass einige Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten weg­ge­fal­len sind. So kann man bei­spiels­weise beim Kalen­der den Benach­rich­ti­gungs­sound nicht ver­än­dern. Ich nehme den Ton lei­der nicht so deut­lich wahr.

Damit wären wir aber mal wie­der bei einem — aus mei­ner Sicht — gro­ßen Pro­blem bei Android. Viele Apps sind immer noch nicht mit ähnli­cher Liebe zum Detail gestal­tet wie ent­spre­chende Apps auf dem iPhone. Es gibt natür­lich auch einige Aus­nah­men die ein rich­tig gutes Inter­face Design auf­wei­sen. Der Audio Player Mix­Zing, der Todo Mana­ger Astrid oder der Twit­ter­cli­ent twicca sind da in jedem Fall zu nennen.

Ges­tern habe ich mir zu mei­nem Galaxy S dann ein Blue­tooth Ste­reo Head­set gekauft. Die Instal­la­tion war echt ein­fach und läuft super mit dem Telefon.

Das Tele­fon ist in jedem Fall eine Emp­feh­lung wert und fühlt sich rich­tig gut an. Es ist defi­ni­tiv eine über­le­gens­werte Alter­na­tive zum iPhone.

 
 

Eigent­lich bin ich zufrie­de­ner Android Nut­zer. Und eigent­lich kann die­ses Sys­tem alles was ich von einem mobi­len OS erwarte. Ich hatte bis­her aber auch noch nie ein iPhone in län­ge­rer Benut­zung. App­les Geschäfts­po­li­tik und Preise haben mich davon immer abge­schreckt. Und natür­lich hab ich durch das Mobi­lers Pro­jekt auch einen guten Ein­blick in die Android Ent­wick­lung bekommen.

Am Frei­tag habe ich dann mein Spica zum Tes­ten gegen ein iPhone getauscht. Mein ers­ter Ein­druck ist echt gut. Und vor allem: beide Sys­teme sind wirk­lich gut. Kein Ver­gleich mit ande­ren Betriebs­sys­te­men wie Sym­bian. Einige Details sind beim iPhone bes­ser gelöst, andere bei Android.

Ins­be­son­dere die Push Noti­fi­ka­tio­nen gefal­len mir beim iPhone rich­tig gut. Was mich aller­dings sehr irri­tiert ist das feh­lende hap­ti­sche Feed­back bei der Onscreen Tas­ta­tur. Da gefällt mir das leichte Vibrie­ren bei Android rich­tig gut.

Mal schauen, was mir in den nächs­ten Tagen noch so auffällt.

 
 

Wie sieht ein Busi­ness Handy aus? Was kann es? Was braucht es? Was braucht es nicht? Über diese Frage habe ich auf dem Mobi­lers Work­shop eine zeit­lang mit Rai­ner dis­ku­tiert. Und natür­lich haben wir uns die Frage gestellt: ist das Galaxy S ein Busi­ness Handy?

Für mich gibt es ein (lei­der) abso­lut essen­ti­el­les Fea­ture das ein Busi­ness Tele­fon kön­nen muss Syn­chro­ni­sa­tion mit einem Exch­ange Ser­ver. Obwohl es mei­nes Erach­tens nach ange­neh­mere Tools als die Outlook/Exchange-Kombination gibt, ist diese Kom­bi­na­tion ein häu­fig anzu­tref­fen­der Stan­dard. Und zwar sollte die Inte­gra­tion bis in die Tie­fen des Sys­tems gehen und nicht eine abge­speckte E-Mail-Anwendung für Exch­ange wie das Spica haben. Da hat Apple mit dem iPhone schon einen Maß­stab gesetzt.

Zudem sollte man Office Doku­mente und PDFs zumin­dest betrach­ten kön­nen. Und zwar mög­lichst mit Bordmitteln.

Naja und dann kom­men noch so Stan­dards wie ein­fa­che Bedien­bar­keit, Inter­net­brow­ser und fle­xi­ble Kon­fi­gu­rier­bar­keit zum tragen.

Alles in allem kam das Galaxy S mei­nen Vor­stel­lun­gen eines Busi­ness Handy sehr nahe und auch das HTC Desire scheint in eine ähnli­che Rich­tung zu gehen.

Update 28.04.2010: Ges­tern hab ich pro­biert, mit mei­nem Spica (mit Eclair) Exch­ange anzu­bin­den. Hat auch ganz gut geklappt. E-Mails und Kon­takte waren da. Nur den Kalen­der zu syn­cen ging nicht. Damit war das ganze Spiel­chen dann schon nutz­los. Mein Spica ist natür­lich mein pri­va­tes Tele­fon und da brau­che ich auch keine Exch­ange Anbin­dung. Mit den Google-Apps funk­tio­niert das Zusam­men­spiel auch her­vor­ra­gend. Nur das Spica ist damit defi­ni­tiv kein Busi­ness Handy — zumin­dest nicht out of the box, denn natür­lich gibt’s Apps wie Road­Sync.

 
 

Das Mobi­lers Pro­jekt ist ja jetzt seit eini­ger Zeit abge­schlos­sen, aber letzte Woche war ich mal wie­der in Frank­furt bei Samsung. Warum? Wir Mobi­lers wur­den zur Prä­sen­ta­tion des Samsung Galaxy S geladen.

Zu aller­erst: Das Galaxy S fühlt sich rich­tig gut an. Es läuft echt flüs­sig, das GUI ist schön, ein echt fei­nes Gerät. Und das Dis­play ist echt der Ham­mer. Naja und es kann auch Mul­ti­touch. Mit der Swype Tas­ta­tur bin ich nicht auf Anhieb klar­ge­kom­men, nach etwas Üben ging das aber echt gut. Und natür­lich hat das Gerät Eclair.

Lei­der haben wir noch kein Gerät für uns zum Spie­len bekom­men, aber ich freu mich schon dar­auf hier mal wie­der ein paar unbo­xing Pho­tos zu machen.

Achja, bei eng­ad­get gibt’s ein sehr hüb­sches Video von dem Gerät.

 

 
 
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