Ich bin grad beim sur­fen durch die Wiki­pe­dia (ich weiß, ich hab komi­sche Surf-Spots) beim Arti­kel über Phil Zim­mer­mann gelan­det und hab da ein wun­der­vol­les Zitat gefunden:

If pri­vacy is out­la­wed, only out­laws will have privacy.

Das führt mich wie­der mal zu mei­ner These das mehr Über­wa­chung, mehr Staat nicht zwangs­läu­fig zu höhe­rer Sicher­heit führt. Eher im Gegen­teil. Leute die sich ver­ste­cken wol­len, wer­den dies auch schaf­fen. Men­schen, die eigent­lich geschützt wer­den soll­ten, hin­ge­gen wer­den dadurch unver­hält­nis­mä­ßig stark beeinflusst.

Dass die Kof­fer­bom­ber vom August auf Vieo­auf­zeich­nun­gen zu sehen ist, zeigt eher, dass es ihnen egal war, ob sie damit auf­fal­len (es kön­nen ja noch andere den Weg zu Ende gehen) oder dass es sich um abso­lute Dil­le­tan­ten gehan­delt hat. In Köln-West oder Süd sind afaik keine Über­wa­chungs­ka­me­ras und wenn die Ter­ro­ris­ten da ein­ge­stie­gen wären…

Sehr schön wird der Ver­lust der Pri­vats­sphäre bei ste​reo​s​til​.de illus­triert:

Ein Frosch, den man in einen Topf mit hei­ßem Was­ser setzt, springt sofort her­aus. Setzt man ihn in kal­tes Was­ser und erhöht all­mäh­lich die Tem­pe­ra­tur, bleibt er sit­zen. Er bemerkt die Gefahr nicht, bis es zu spät ist. Wir bewe­gen uns durch den All­tag, hin­ter­las­sen Spu­ren und geben täg­lich mehr von unse­rer Frei­heit auf.

 
 

Lange ist es her, dass ich Anti­gone von Jean Anouilh im Französisch-LK gele­sen habe, aber ges­tern ist mir ein echt tref­fen­des Zitat wie­der eingefallen:

Moi, je veux tout, tout de suite, et que ce soit ent­ier, ou alors je refuse! Je ne veux pas être modeste, moi, et de me con­ten­ter d’un petit morceau, si j’ai été bien sage.

Und auf deutsch würde ich das im Wesent­li­chen so übersetzen:

Ich will alles, jetzt, sofort. Und es muss kom­plett sein, sonst lehne ich ab! Ich will nicht beschei­den sein, und um mich ein biß­chen zufrie­den zu stel­len, müsste ich brav sein.

Anschlie­ßend flux eine Gruppe im Stu­diVZ ein­ge­rich­tet — man­che Grup­pen haben wirk­lich nicht so den Super-Zweck — und ein paar Leute ein­ge­la­den. Schwupps war Mar­kus auch dabei. Passt.

Und hier noch eine andere deut­sche Über­set­zung (dies­mal eine schon vorhandene).

Ich, ich will alles, sofort und voll­kom­men – oder ich will nichts. Ich kann nicht beschei­den sein und mich mit einem klei­nen Stück­chen begnü­gen, das man mir gibt, weil ich so brav war.

 
 
25. Okt. 2006

Zwei Dinge sind unend­lich: Das Uni­ver­sum und die mensch­li­che Dumm­heit. Aber beim Uni­ver­sum bin ich mir nicht ganz sicher.

Mag sein das Ein­stein da recht hatte.

 
 
22. Okt. 2006

In einer Stan­ford Gra­duate Com­mence­ment Address hat Steve Jobs am 12. Juni 2005 qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Arbei­ten volgen­der­ma­ßen zusammengefasst:

The only way to do great work is to love what you do. If you haven’t found it yet, keep loo­king. Don’t settle. As with all mat­ters of the heart, you’ll know when you find it.

Cool oder?

 

 
 
neuere Einträge
 
Creative Commons-Lizenz BY-NC-SA 3.0 DE