Existieren Websites ohne RSS-Feed überhaupt?

22 Sep 2007 0 Comments , , Estimated reading time: 2 minutes read

In den let­zten Tagen hab ich immer wieder darüber nachgedacht, ob Web­sites ohne RSS-Feed in mein­er Wahrnehmung über­haupt noch existier­en. Für mich gehört mit­tler­weile ein RSS-Feed zum guten Ton. Mich stört nur häufig, dass die Feeds von vielen Pro­fes­sion­el­len Medi­en keine Voll­feeds anbi­eten — rühm­liches Gegen­beis­piel ist hier der Feed von jet​zt​.de. Klar, die Feeds sol­len in dem Fall, als Appet­izer dien­en und die Leser auf die (wer­befin­an­zierte) Seite lock­en — wie soll das aber gehen, wenn nicht wenig­stens ansatz­weise ver­raten wird, wor­um es in dem Artikel geht. Ein extr­em schlecht­es Beis­piel sind hier spiegel​.de und heise​.de. Beide Ange­bote schätze ich sehr, aber gar kein­en oder nur 5–10 Wörter bes­chreibenden Text sind ein­fach zu wenig.

Noch schlim­mer sind nur noch Ange­bote, die gar kein­en RSS-Feed anbi­eten. Ein­zig der Wiki­pe­dia und mein­er Bank kann ich das Fehlen eines Feeds verzei­hen. Hier sehen die Nutzungsszenari­en natür­lich auch anders aus als bei aktu­al­itäts-ori­entier­ten Web­sites. Bei last​.fm brauche ich natür­lich auch kein­en RSS-Feed. Neon​.de ist aber genau wegen dem fehlenden RSS-Feed kein Stand­ard-Lesew­erk bei mir. Es wurde sehr schnell durch jet​zt​.de erset­zt. Und das als Tageszei­tung die Süd­deutsche in meinem Feedread­er abon­niert ist (obwohl kein Voll­feed) zeigt, dass die München­er das Web für ein­en klassis­chen Ver­lag gut ange­hen.

Wer heutzutage noch eine News ori­entierte Web­site ohne RSS-Feed hat, zeigt bloß dass er noch nicht ganz auf er Höhe der Zeit ist.

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